
In der Linie zur Herstellung von Isolierglasscheiben ist eine ungleichmäßige Aushärtung des Dichtmittels nicht nur ein Engpass – sie zwingt einen dazu, die Geschwindigkeit der Produktion zu verringern. Das führt wiederum zu verpassten Bestellungen sowie zu Reparaturarbeiten aufgrund von Lücken an den Rändern der Scheiben oder wegen Versagens der Haftung zwischen den Schichten.
Dreifachverglasung ändert diese Situation. Es entsteht mehr Masse – und somit auch eine höhere thermische Belastung. Man benötigt daher eine konstante Temperaturregulierung sowie eine zuverlässige Zeitspanne für die Aushärtung des Dichtmittels. Wenn der Trockner mit dieser Belastung nicht fertig wird, bleibt man vor zwei schlechten Optionen stehen: Entweder Überhitzung und damit das Risiko von thermischen Spannungen – oder eine unvollständige Aushärtung des Dichtmittels.
Wir haben unsere Trockner für Dreifachverglasung so konstruiert, dass sie mittelwellenfähige Infrarotstrahler in einer Quarzkapsel verwenden. Diese reagieren schnell, und das thermische Profil bleibt konstant. Die Strahler sind so eingestellt, dass die Energie ausschließlich zur Aushärtung des Dichtmittels verwendet wird – nicht zur Erwärmung des Rahmens.
Die Wärme verteilt sich gleichmäßig auf alle Glasschichten – es entstehen keine heißeren Stellen. Die primären und sekundären Dichtungen haften dabei konsequent zusammen. Dadurch muss man nicht mehr versuchen, die Aushärtung am Ende der Linie zu beschleunigen.
Was bedeutet das praktisch? Man kann die Produktionsgeschwindigkeit beibehalten, ohne wegen der Aushärtung abbremsen zu müssen. Die Durchlaufzeit bleibt konstant, und die Produktivität steigt.
Der Energieverbrauch sinkt, da die Strahler nur dann aktiv werden, wenn es nötig ist – und sie im Rhythmus der Produktion arbeiten. Es ist also kein ständiger Vollbetrieb mehr erforderlich. Dadurch sinkt die Anzahl der Produkte, die aufgrund von unvollständiger Aushärtung ausgeschlossen werden müssen – und die Qualität der Endprodukte verbessert sich.
Auch die Wartung wird erleichtert – und das in guter Hinsicht. Steuerungen vom Typ Solid-State sowie modulare Strahler ermöglichen weniger Stillstandszeiten. Zudem lässt sich die Austauschbarkeit der Strahler schnell bewerkstelligen, ohne die ganze Anlage demontieren zu müssen.
Die Installation ist einfach – doch die Details sind wichtig. Stellen Sie sicher, dass die Spannung des Trockners mit der Spannung der Anlage übereinstimmt. Prüfen Sie außerdem den Abstand zum Rahmen sowie zur Anordnung der Dichtmittelapplikatoren.
Wenn Sie eine höhere Leistungsdichte einstellen, muss man mit einer geringfügigen Verringerung der maximalen Stackhöhe rechnen. Wir passen den Trockner an Ihre typische Kombination aus Doppel- und Dreifachverglasungen an – sodass Sie Flexibilität behalten, ohne auf Geschwindigkeit zu verzichten.