
Wie man das Erwärmen von Glas mit mittelwelligen Infrarotstrahlen richtig bewerkstelligt
Wenn Sie mit Glas oder Keramik arbeiten, wissen Sie sicherlich, dass diese Materialien anspruchsvoll sind. Deshalb nutzen wir Lampen mit mittelwelligem Infrarotstrahlungsspektrum. Diese Lampen strahlen im Bereich von 2,0 bis 3,0 Mikrometern – genau dort, wo das Glas die Energie aufnimmt, anstatt sie einfach abprallen zu lassen.
Aber Achtung: Wir verkaufen Ihnen nicht einfach nur ein paar Glasröhren und blicken dann ab. So funktioniert das nämlich nicht. Wir berücksichtigen vielmehr Ihr gesamtes thermisches Profil.
Die wichtigen Details der Einrichtung
Es geht vor allem um die Leistungsdichte. Je nachdem, wie Ihre Anlage angeschlossen ist, benötigen Sie möglicherweise eine Lampe mit 230 V oder 400 V. Eine höhere Spannung ermöglicht es uns, mehr Leistung in eine kürzere Röhre zu stecken – ohne dass die Anschlüsse beschädigt werden. Doch Vorsicht: Wenn Sie einfach eine Hochleistungslampe einsetzen, ohne den Querschnitt der Leitungen zu überprüfen, kann das zu Schäden an den Anschlüssen führen. Das ist keine gute Lösung, um herauszufinden, ob die Leitungen zu dünn sind.
Der Kompromiss: Quarz und Beschichtungen
Wir verwenden hochreinen Quarz, denn dieser kann Wärme Schocks gut verkraften. Manche Kunden benötigen außerdem eine Gold- oder Aluminiumbeschichtung auf der Rückseite der Röhre. Das ist gut, denn dadurch wird die Wärme nach vorne reflektiert – dadurch verdoppelt sich die Intensität der Wärme auf dem Glas. Doch das hat auch Nachteile: Mehr Wärme bedeutet auch mehr Wärme, die im Inneren der Lampe bleibt. Wenn die Kühlventilatoren nicht ausreichen, wird der Quarz schließlich weich und beginnt zu hängen. Das sieht nicht gut aus.
Warum wir persönlich vor Ort erscheinen
Eine Datenblatt ist nur ein Stück Papier. Es sagt nichts darüber aus, wie schnell Ihre Anlage arbeitet oder wie dick das Glas ist. Wir führen Vorort-Diagnosen durch – schließlich sind „Ersatzlampen“ meistens nur ein Mythos. Wenn der Fokuspunkt auch nur um wenige Millimeter fehlt, versagt die ganze Anlage. Wir messen die tatsächliche Oberflächentemperatur sowie die Wärmeverteilung. Wenn bestimmte Stellen des Glases überhitzt werden, während die Mitte noch kühl bleibt, raten wir nicht einfach nur. Wir passen die Entfernung zwischen den Lampen an oder ändern den Winkel des Reflektors, bis alles perfekt ist.
Die Lampe auszutauschen ist der einfache Teil. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, sicherzustellen, dass die Wärme genau so auf das bewegte Glas trifft, wie es benötigt wird.