
Auf der Bank befindet sich ein Kalibrierheizer – ein Heizer, dessen Leistung nicht konstant ist. Das führt nicht nur dazu, dass Zeit verschwendet wird, sondern auch dazu, dass die Genauigkeit der Messungen beeinträchtigt wird. Bei den Temperatur- und Biegetests zeigen sich ungleichmäßige Druckverhältnisse auf der Oberfläche, Risse durch thermischen Stress an den Rändern oder Probleme mit den Verbindungen zwischen den Schichten. Man versucht zwar, die Eigenschaften des Ofens zu optimieren, doch es bleibt immer noch etwas aus. Wir haben daher einen Kalibrierheizer entwickelt, um diesen Kreislauf zu durchbrechen.
Was wirklich wichtig ist:
Der Heizer arbeitet mit Kurzwellen-Infrarotquarzelementen – dadurch wird die Wärme schnell und gezielt abgegeben. Die Steuerung ist außerdem sehr präzise. Von dem kalten Start bis zum gewünschten Temperaturwert vergehen weniger als 15 Sekunden. Bei 650 °C bleibt die Temperatur innerhalb von ±2 °C. Die Arbeitsfläche von 300 mm × 300 mm eignet sich für Standardproben sowie kleinere Bauteile. Die Temperaturverteilung ist gleichmäßig genug, sodass es keine Hotspots gibt. Die Leistung beträgt 4 kW bei 230 V. Der Heizer ist über einen industriellen Anschluss verbunden, was eine zuverlässige und resistenzarme Verbindung ermöglicht. Die Steuerung erfolgt über ein PID-System; die Eingangssignale liegen im Bereich von 4–20 mA. Dadurch kann der Heizer problemlos in Labor-Datensysteme integriert werden. Der Heizerkörper bleibt außerdem kalt – dadurch werden die benachbarten Proben geschützt und die Bediener können komfortabel arbeiten.
Warum er in der Praxis funktioniert:
Im Labor führen Geschwindigkeit und Wiederholgenauigkeit direkt zu einer höheren Produktivität. Eine schnelle Erhitzung verkürzt die Zeit pro Test, sodass mehr Tests pro Schicht durchgeführt werden können. Die Temperaturkontrolle bleibt von Charge zu Charge konstant – dadurch wird der Ausschuss durch thermische Schocks und Randspannungen reduziert. Der Energieverbrauch sinkt, da der Heizer die Wärme nur dann abgibt, wenn sie benötigt wird – anstatt einen großen Raum vorzuheizen. Die Wartung ist außerdem einfach: Die Quarzelemente können innerhalb von Minuten ausgetauscht werden. Zudem funktioniert der Heizer auch nach wiederholten Betriebszyklen weiterhin präzise.
Was man beachten sollte:
Man benötigt eine separate 230-V-Verdrahtung sowie eine gute Belüftung. Das Kurzwellenlicht ist sehr intensiv – daher sollte der Heizer abgeschirmt werden, wenn jemand in der Nähe arbeitet. Der Heizer ist für normales Glas mit einer Dicke von bis zu ca. 6 mm geeignet. Dickeres Glas oder stark beschichtetes Glas erfordert angepasste Einstellungen bezüglich Leistung und Einwirkzeit. Achten Sie auch auf die Emissivität – niedrig-emissive Beschichtungen verändern die Art und Weise, wie Wärme aufgenommen wird. Deshalb sollten die Einstellungen beim ersten Einsatz mit einem kontaktbasierten Thermoelement überprüft werden. Sobald die Einstellungen korrekt sind, hält der Heizer die gewünschte Temperatur Tag für Tag bei.